Kultakomben im Mai: Fehringers Kalte Küche

Zu einer ungewöhnlich musikalischen Reise lud das Kulturzentrum Staatz zu einem ungewöhnlichen Termin und begeisterte:

Eigentlich war „Fehringers Kalte Küche“ ins reguläre Kultakomben-Programm eingeschoben. Doch das neue Projekt mit den jungen Musikern steht gerade in den Startlöchern, dass ihnen Kulturzentrum-Obmann Leopold Muck einfach Starthilfe geben wollte.

Der Bandname bezieht sich auf die Lust des Bandleaders und Komponisten, Stücke mit Speisen oder Getränken zu betiteln. Virtuose Fiddle-Klänge im irischen Stil sind „Single Malt“, Spritziger Gypsy-Jazz heißt „Kaviar & Champagner und ein starker Tango, der zu molligem Walzer wechselt ist „Tango Melange“ und südamerikanisches Temperament heißt „Empanadas pentagonales“.  Persönlich wird’s bei einer balladigen Erinnerung an die Kindheit mit Mamas „Grieskoch an einem Regentag“. Die musikalische Reise geht dabei nicht nur quer über eine Speisekarte, sondern stilistisch auch rund um die Welt

Die Idee ist witzig, doch das Spiel der sechs jungen Musiker lässt keine Lächerlichkeit zu.

Virtuos wird mit großer Ernsthaftigkeit gespielt und alle Musiker nutzen Gelegenheiten für kunstvolle Soli. Und wenn wir schon von Ungewöhnlichkeiten reden, schräg ist auch die Besetzung mit Flügelhorn (Benedikt Fehringer) und Violine (Antonia Moschen), Gitarre (Elias Zahraddnik ) und Kontrabass (Gregor Aufmesser), Ziehharmonika (Thomas Zahel) und Schlagwerk (Teresa Müllner).

Sie hat sich so ergeben, erzählt Bandleader Benedikt Fehringer. Ausgehend von einem Trio wollte er mehr Tiefe in die Musik bringen. Darum hat er nach weiteren Musikern gesucht. Die aktuelle Besetzung sei zwei ungewöhnlich und einzigartig doch für ihn einfach perfekt und wird nicht mehr ausgetauscht.

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