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Ab Freitag, 26. Juni 2026 wird mit einer „sehr starke Hitzebelastung“ (Warnstufe 4 von 4, rot) geechnet – eine Situation, die seit
Bestehen des Hitzewarnsystems noch nicht vorgekommen ist.
Gesellen sich zu den hohen Tagestemperaturen auch noch hohe Nachttemperaturen kann das schnell zu einem ernsten Problem für besonders empfindliche Personen werden.
Im Auftrag des Sozialministeriums wird von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in den Sommermonaten das „Hitzetelefon“ betrieben. Unter der Nummer 0800 880 800 erhalten Sie kostenfrei Information und Beratung zu Fragen rund um das Thema Hitze.
Das Hitzetelefon ist zu folgenden Zeiten erreichbar:
• Montag - Freitag: 06:00 bis 22:00 Uhr
• Samstag: 08:00 bis 20:00 Uhr
• Sonntag: 08:00 bis 18:00 Uhr
Wie kann man hitzebedingten Gesundheitsproblemen vorbeugen?
Durch folgende Maßnahmen und Verhaltensregeln kann einem Hitzestau oder
Hitzschlag relativ leicht und effektiv vorgebeugt werden:
Schaffen einer erträglichen Raumtemperatur
- Lüften früh morgens, abends und möglichst auch nachts
- Abdunkeln der Räume tagsüber (am besten mit außen liegendem Sonnenschutz)
- Aufhängen von feuchten Tüchern zur Kühlung von Räumen
Tragen von leichter und luftdurchlässiger Kleidung
Vermeiden von unnötigen Anstrengungen (anstrengende Tätigkeiten / Arbeiten / sportliche Aktivitäten sollen auf die kühleren Morgen-und Abendstunden verlegt werden)
Meiden von dichten Menschenansammlungen
Aufenthalt im Freien vor allem zur Mittagszeit vermeiden; falls notwendig:
- Aufenthalt möglichst kurz halten
- direkte Sonneneinstrahlung auf den Körper möglichst vermeiden
(Sonnenschirm oder Kopfbedeckung mit Nackenschutz verwenden, im Schatten
gehen etc.) - Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern bedecken
Kühlen des Körpers
- kühl Duschen oder Baden
- Unterarme in kaltes Wasser halten
- Körper mit feuchten Tüchern bedecken
- Ventilatoren verwenden
- kühle Räume aufsuchen
Ausreichend und aktiv Trinken (1,5 bis 3 Liter täglich und nicht erst bei Durst)
Kinder und Kleinkinder
...dürfen bei hohen Temperaturen oder direkter Sonneneinstrahlung niemals unbeaufsichtigt im Fahrzeug zurückgelassen werden. Auch bei kurzem Abstellen kann sich ein Fahrzeug rasch aufheizen und so zur
gefährlichen Falle werden.
Achtung:
Vor allem Räume mit Gaskombithermen oder Gasdurchlauferhitzern müssen ständig großzügig gelüftet werden, da hohe Außentemperaturen, vor allem bei schlecht gewarteten Geräten, zu Abzugsstörungen der Abgase führen können. Dies kann im schlimmsten Fall zu einer oft tödlichen Kohlenmonoxidvergiftung führen.
Bei Hitzeperioden ist der Körper starken Belastungen ausgesetzt, die vor allem bei bestimmten Personengruppen, wie etwa Kleinkindern und älteren Menschen, zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen führen können. Wegen des oft großen Flüssigkeitsverlustes ist vor allem auf ausreichendes Trinken zu achten. Aber auch richtiges Essen kann den Körper entlasten und dazu beitragen, Hitzeperioden ohne gesundheitliche Probleme zu überstehen.
Essen
Bei Hitzeperioden sollten keine großen Mahlzeiten eingenommen werden. Bekömmlicher sind mehrere kleine Mahlzeiten verteilt auf den ganzen Tag. Zu bevorzugen sind leicht verdauliche und fettarme Nahrungsmittel mit hohem Wassergehalt. Dazu zählen insbesondere:
- Obst und Gemüse (Melonen, Gurken, Tomaten etc.)
- Kompotte
- Salate
- fettarme Fleisch- und Gemüsesuppen
- fettarme oder verdünnte Milch und Milchprodukte (z.B. Buttermilch mit
Mineralwasser)
Fette Speisen sollten nicht, Fleisch nur in geringen Mengen konsumiert werden.
Trinken
Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist bei Hitzeperioden besonders zu achten. Typischerweise sind dies mindestens 1,5 bis 3 Liter täglich. Welche Menge jemand tatsächlich benötigt, hängt vor allem davon ab, wieviel Flüssigkeit durch Schwitzen verloren geht. Bei Erwachsenen, die anstrengende Tätigkeiten durchführen, können
daher auch weitaus größere Mengen erforderlich, bei Kindern kleinere ausreichend sein.
Als Getränke eignen sich besonders:
- Leitungs- und Mineralwasser
- verdünnte Obst- und Gemüsesäfte
- ungesüßte Früchte- und Kräutertees
Nicht geeignet sind stark gesüßte und alkoholische oder koffeinhaltige Getränke.
Bei starkem Schwitzen kann der Körper auch erhebliche Mengen an Mineralstoffen verlieren. Dieser Verlust kann durch den Konsum von mineralstoffhaltigen Getränken ausgeglichen werden. Eine andere Möglichkeit ist die Zugabe von etwas Salz zu Getränken, die nur geringe Mengen an Mineralstoffen aufweisen.
Achtung: Personen mit Nieren- oder Herz-Kreislauferkrankungen sollten unbedingt ihre Ärztin/ihren Arzt hinsichtlich der geeigneten Flüssigkeitsmenge konsultieren. Dies gilt auch für Personen, die aus medizinischen Gründen die Flüssigkeitszufuhr beschränken müssen.